Überdachung des Carports des Abfallwirtschaftsamts MĂŒnchen

MĂŒnchen, Georg - Brauchle - Ring
Planungs- und Bauzeit 2008 bis 2011

Die neue Überdachung des Carports der Abfallwirtschaftsbetriebe der Landeshauptstadt MĂŒnchen baut auf die bestehenden zwei Ebenen des Stahlbeton-Skelettbaus auf. Auf Basis des vorhandenen Konstruktionsrasters 10 x 12 m sind auf neuen Stahl-StĂŒtzen in Querrichtung Dreigurt-Fachwerkbinder eingefĂŒhrt. Die darĂŒber liegenden ca. 1 m breiten und ca. 70 m langen DachflĂ€chenstreifen entwĂ€ssern ĂŒber vier AblĂ€ufe in eine horizontale Sammelleitung. Alle 3,33 m schließen Bögen an die Obergurte der FachwerktrĂ€ger. Das Raster der Bögen ist um ein halbes Feld zum StĂŒtzenraster versetzt. Insgesamt werden 220 Kissen eingesetzt. Die GesamtflĂ€che der Bedachung ist 121,85m auf 74,30m. Zur Lastabtragung und Stabilisierung sind die Bögen mit ZugstĂ€ben und DruckstĂŒtzen unterspannt. Zwischen den Bögen spannen als Bedachung und als Tragkonstruktion der Photovoltaik pneumatisch vorgespannte bogenförmige ETFE-Folienkissen in Abmessung ca. 11 m x 3,3 m. Zur natĂŒrlichen EntlĂŒftung der ParkplĂ€tze sind die Bögen auf dem HaupttrĂ€ger aufgestĂ€ndert, womit sich ein LĂŒftungsschlitz zu den DachflĂ€chenstreifen ergibt. Die Folienkissen sind dreilagig ausgefĂŒhrt mit tragender Ober- und Unterlage, sowie einer Mittellage als TrĂ€ger der flexiblen DĂŒnnschicht Photovoltaik-Zellen mit einer Belegung von ca. 40%. Die Module dienen gleichzeitig der Verschattung der Carportebene, um einer sommerlichen Überhitzung entgegen zu wirken.