Hof├╝berdachung des ODEONs von Leo von Klenze

M├╝nchen
Planungs- und Bauzeit 2003 bis 2006

Das Odeon wurde 1826-1828 von Leo von Klenze als Konzert- und Veranstaltungssaal im Auftrag Ludwigs I. errichtet. Nach der weitgehenden Zerst├Ârung im Zweiten Weltkrieg wurde es in ver├Ąnderter Nutzung durch Josef Wiedemann 1951/52 zum Bayerischen Staatsministerium des Inneren wiedererrichtet. Der Konzertsaal wurde als Innenhof in ver├Ąnderter Form gestaltet. Die ├ťberdachung erfolgt durch eine Stabgitterschale mit einer Struktur aus dreieckigen Elementen und steht v├Âllig neutral gegen├╝ber dem Bestand ├╝ber dem oberen Gesims. Der Stich der Kuppel betr├Ągt bei einer Abmessung von ca. 23,40 x 32,00 m ca. 2,75 m. Die Verglasung besteht aus VSG und ist zu Reinigungszwecken begehbar. Die Stahlvollprofile der Schale sind von der H├Âhe des Stichs abh├Ąngig. An jedem zweiten Querstab ├╝bernimmt ein Zugseil den Horizontalschub. Der Dachrand ist durch ein Rohr versteift, welches die Distanz zwischen den Auflagern ├╝berbr├╝ckt und die Kr├Ąfte zusammenbringt. Die Auflager bestehen aus kleinen Pendelst├╝tzen, die an bestimmten Punkten mit dem Randrohr biegesteif verbunden werden. Damit wird erreicht, dass auf die Bestandswand nur Vertikalkr├Ąfte und Kr├Ąfte in Wandl├Ąngsrichtung gebracht werden.