Konstruktionsbüro Gartner

Grundelfingen/Donau, Gartnerstrasse 20 Planungs- und Bauzeit 1988 bis 1991

Das, aus städtebaulichen Gründen, in den Boden versenkte, zweigeschossige Bauensemble besteht aus zwei horizontal gelagerten Pavillons von jeweils 42 m Länge und 21 m Breite, die über eine mittig liegende Eingangshalle von der südlich vorbeiführenden Werksstraße her erschlossen werden. Im Inneren sind die Großraumbüros in einer offenen Raumstruktur auf zwei Ebenen angeordnet, die sich zu zentralen, über beide Geschosse reichende Lichthöfe öffnen. Die Arbeitsplätze sind entlang der Längsfassaden aufgereiht, aber auch gebündelt im Zentrum des Untergeschosses und an den Brüstungen der Lichthöfe. Die „Integrierte Fassade – System Gartner“ bildet den äußeren Raumabschluss. Deren Besonderheit liegt in ihrer doppelten Funktion als Raumabschluss mit integrierter Klimatisierungsanlage, unabhängig davon, ob es sich um Wand- oder Fensterelemente handelt. Durch die Pfosten-Riegel-Konstruktion der einzelnen Teile fließt Wasser, das nach Bedarf kühlt oder heizt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Lichtsteuerung, die alle Arbeitsplätze mit möglichst gleichmäßiger Lichtqualität versorgen soll. Entlang der Fensterbänder der Nord- und der Südfassade verlaufen Flucht- und Wartungsbalkone, die gleichzeitig als Traggerüst für horizontal schwenkbare, computergesteuerte Glaslamellen fungieren. Diese transluzenten, mit einer speziellen Reflexionsschicht versehenen Scheiben sind zugleich Sonnenschutz und Umlenkelement für das Tageslicht.