FußgĂ€ngerbrĂŒcke ĂŒber die A 9

MĂŒnchen-Schwabing
Planungs- und Bauzeit 2001 bis 2003

Das Tragwerk der FußgĂ€ngerbrĂŒcke ĂŒber die Autobahn A9 ist als aufgelöster EinfeldtrĂ€ger konzipiert. Das BrĂŒckentragwerk besteht aus einer Gehplatte und zwei parallelen, mehrfach unterspannten TrĂ€gersystemen und wird beidseits auf StahlbetonwĂ€nden gelagert. Die 16 cm starke Gehplatte aus Halbfertigteilen mit Aufbeton spannt einachsig ĂŒber die BrĂŒckenbreite von 3 m und ist seitlich auf den BrĂŒckenlĂ€ngstrĂ€gern gelagert. Diese spannen ĂŒber 4,5 m von Pfosten zu Pfosten und geben dort die vertikalen Lasten an das unterspannte TrĂ€gersystem ab. Die zwei 36 m langen, mehrfach unterspannten TrĂ€ger weisen eine mittlere statische Höhe von 3,2 m auf. Die Lastabtragung entspricht im Wesentlichen der Wirkungsweise eines FachwerktrĂ€gers. Der Obergurt ist ein Druckstab, der Untergurt ist ein Zugstab. Die Belastung der Zugdiagonalen nimmt zu den Auflagern hin zu, die Belastung der Unterspannung dagegen ab. Diesem Lastabtragungsprinzip folgend werden die Querschnitte der Diagonalen der Kraft angepasst, die Zugstangen des Untergurtes zur Feldmitte hin werden addiert. Durch das Eigengewicht der Betonplatte werden die Diagonalen so weit auf Zug vorbelastet, dass unter asymmetrischer Verkehrsbelastung keine DruckkrĂ€fte auftreten. Die Druckgurte des Obergurtes werden im Querschnitt durch Rahmenwirkung gegen Ausweichen stabilisiert. Die horizontalen WindkrĂ€fte werden durch die liegende Gehplatte aufgenommen und ĂŒber die seitlichen Betonscheiben auf den Baugrund ĂŒbertragen. An den insgesamt neun Querverbindungen der Druckgurte werden Schutzrohrleuchten mit je 2,5 m LĂ€nge installiert.